Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Dr. des. Konrad Sziedat

Dr. des Konrad Sziedat

Ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Leibniz Graduate School „Enttäuschung im 20. Jahrhundert. Utopieverlust – Verweigerung – Neuverhandlung“

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Postadresse
Historisches Seminar der LMU München
Neuere und Neueste Geschichte
ProMoHist
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Büroadresse
Historicum, Schellingstraße 12, 80799 München
4. Obergeschoss, Altbau, Zi. 403


Weitere Informationen

ZUR PERSON

Seit 06/2012-12/2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Leibniz Graduate School „Enttäuschung im 20. Jahrhundert. Utopieverlust – Verweigerung – Neuverhandlung“

06/2011-05/2012: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Die Dresdner Hofmusik zur Zeit Johann Georgs I. (1611-1656)" am Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (Prof. Dr. Michael Heinemann)

01/2012: Victor-Klemperer-Urkunde der Technischen Universität Dresden für hervorragende Studienleistungen

12/2008–05/2011 und 10/2007–09/2008: Studentische Hilfskraft in den DFG-Projekten „Briefe der Familie Robert und Clara Schumanns“ und „Robert Schumanns Korrespondenz mit seinen Verlegern“, Institut für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und Robert-Schumann-Haus Zwickau

09/2005-09/2011: Lehramtsstudium der Geschichte, Musik und Erziehungswissenschaften an der Technischen Universität Dresden, der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und der Università Cattolica del Sacro Cuore, Sede di Milano

PROJEKT

„Das Ende der Hoffnung“. Die westdeutsche Linke und der Zusammenbruch des Ostblocks

Das letzte Jahrzehnt des „real existierenden Sozialismus“ wird häufig als Phase des unaufhaltsamen Niedergangs kommunistischer Diktaturen erzählt. Dagegen zeugen zeitgenössische Debatten westdeutscher Linker von teils hochfliegenden Erwartungen an einen Aufschwung des Sozialismus im Ostblock – und lassen vielfach großes Unbehagen angesichts der Richtung und Ergebnisse der Systemtransformationen um 1989 erkennen. Dies führt zu der Frage, welche ganz unterschiedlichen Enttäuschungserfahrungen auf den linken Flügeln von SPD und Grünen sowie bei außerparlamentarischen Linken im Zuge des mittel- und osteuropäischen Umbruchs gemacht wurden.

Die Dissertation definiert Enttäuschung als Resultat einer Kollision von positiver Erwartung und negativer Erfahrung. Sie beleuchtet erstens die Erwartungshorizonte westdeutscher Linker am Vorabend des Umbruchs. Zweitens analysiert sie, wie diese Erwartungshorizonte um 1989 sukzessive abschmolzen. Drittens diskutiert sie, mit welchen Bewältigungsstrategien Linke auf diese Erfahrung reagierten. Dabei werden drei idealtypische Reaktionsmodi unterschieden: a) Verweigerung und Radikalisierung, b) individuelle Neuorientierung und kollektive Neuverhandlung, c) (mehr oder minder rational verarbeiteter) Utopieverlust.

Ziel der Arbeit ist es, Erklärungen für den tiefgreifenden Wandel der westdeutschen Linken nach 1989 zu erarbeiten. Die Dissertation verortet sich im Schnittfeld der Forschungen zu den Transformationen der westlichen Industriegesellschaften „nach dem Boom“ und zu den östlichen Systemtransformationen am Ende des Kommunismus.

FINANZIERUNG

Leibniz Graduate School „Enttäuschung im 20. Jahrhundert“, getragen vom Institut für Zeitgeschichte und der LMU München, mit Finanzierung durch die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL)

VERÖFFENTLICHUNGEN

„Sozialismus wieder unheimlich im Kommen?“ UdSSR- und DDR-Debatten westdeutscher Linker 1985–91 = „Социализм снова на пороге?“ Дебаты западногерманских левых о СССР и ГДР в 1985–1991 гг., in: Tagungsband zur deutsch-russischen Historikerkonferenz Das letzte Jahrzehnt des Sozialismus. Transformationsprozesse in der DDR und der Sowjetunion (1985–1989/91), veranstaltet von der Akademie für politische Bildung Tutzing, gemeinsam mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst und der Lomonossow-Universität Moskau, Tutzing, 5.–7. Juli 2013 (im Erscheinen).

Rezension von Michael März: Linker Protest nach dem Deutschen Herbst. Eine Geschichte des linken Spektrums im Schatten des ‚starken Staates‘, 1977–1979, Bielefeld 2012, in: sehepunkte 13 (2013), Nr. 3 [15.03.2013], http://www.sehepunkte.de/2013/03/22289.html.

Rezension von Johann Nepomuk Hummel: Konzert für Trompete und Orchester E-dur. Partitur, hg. von Michael Kube, Wiesbaden und München 2010. In: Editionen in der Kritik V. Editionswissenschaftliches Rezensionsorgan, Bd. 5, hg. von Alfred Noe, Berlin 2012 (Berliner Beiträge zur Editionswissenschaft, hg. von von Hans-Gert Roloff, Bd. 11), S. 321–323.

Schumann-Briefedition, Serie III: Verlegerbriefwechsel, Bd. 4: Leipziger Verleger IV: Senff, Kistner und weitere Leipziger Verleger-Korrespondenten, hg. zusammen mit Petra Dießner, Michael Heinemann und Thomas Synofzik, Köln 2010.

Schumann-Briefedition, Serie III: Verlegerbriefwechsel, Bd. 7: Robert Schumanns Korrespondenz mit Verlagen in Nord- und Ostdeutschland, hg. zusammen mit Hrosvith Dahmen, Michael Heinemann und Thomas Synofzik, Köln 2009.

Schumann-Briefedition, Serie III: Verlegerbriefwechsel, Bd. 6: Robert und Clara Schumanns Korrespondenz mit Verlagen in Berlin und Hamburg, hg. zusammen mit Hrosvith Dahmen, Michael Heinemann und Thomas Synofzik, Köln 2009.