Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Juliane Hornung, M.A.

Juliane Hornung, M.A.

Forschungsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung

Kontakt

Postadresse
Historisches Seminar der LMU München
Abt. Neuere und Neueste Geschichte
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München


Weitere Informationen

Zur Person:

09/2016-02/2017 - Fellow in North American History am Deutschen Historischen Institut, Washington D.C.

02-03/2016 - Forschungsstipendiatin am Deutschen Historischen Institut, London

Seit Januar 2016: Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung

08/2014-12/2015 Wiss. Hilfskraft am Lehrstuhl für Zeitgeschichte, Historisches Seminar der LMU

05-07/2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Zeitgeschichte, Historisches Seminars der LMU (Elternzeitvertretung)

02/2014 Magistra Artium

10/2008-02/2014 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der Alten Geschichte und der Neueren Deutschen Literatur an der LMU München und der University of Edinburgh, Schottland

Publikationen

„So nehmen wir Abschied von den teuren Toten“. Der Umgang mit den Luftkriegsopfern im nationalsozialistischen München 1942-1944, in: Margit Szöllösi-Janze (Hg.), München im Nationalsozialismus. Handlungsfelder städtischer Politik. (erscheint vsl. 2016)

(mit Benjamin Schwantes), Jacob Frederick Schoellkopf, in: William J. Hausman (Hg.), Immigrant Entrepreneurship: German-American Business Biographies, 1720 to the Present, 2 Bde., last modified April 09, 2014. http://www.immigrantentrepreneurship.org/entry.php?rec=188

Projekt

Die Thaws: High Society, Medien und Familie in den USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Finanzierung: Gerda Henkel Stiftung, seit 1.1.2016
Teilprojekt 2: Margaret und Lawrence Thaw: Vom Honeymoon zur Expedition - ein High Society-Paar auf Reisen

Die New Yorker Millionäre Lawrence (1899-1965) und Margaret Thaw (1902-1995) bereisten von 1924 bis 1940 als Privatiers Europa, die Karibik, Afrika und Indien. Das Paar hielt dabei seine Erlebnisse auf 16-Millimeter-Filmen fest: Erhalten sind zehn Amateurfilme sowie zwei professionell produzierte Filme, die in Zusammenarbeit mit der National Geographic Society, dem American Museum of Natural History und bedeutenden Hollywoodstudios entstanden. Das Dissertationsprojekt gibt nicht nur einen Einblick in die individuellen Lebensumstände der Thaws, indem es deren Vorstellungen von Geschlecht, sozialer Klasse, Rasse, nationaler Identität, Körperbildern oder distinktivem Konsumverhalten betrachtet. Es eröffnet zugleich eine breitere Perspektive auf die amerikanische Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Um 1900 etablierte sich in den Vereinigten Staaten eine neue soziale Formation, die im Gegensatz zur Upperclass nicht nur auf Vermögen basierte, sondern sich stattdessen maßgeblich medial konstituierte – die High Society. Vor diesem Hintergrund präsentierten sich die Thaws mit ihren Filmen als Angehörige dieser Elite in unterschiedlichen Öffentlichkeiten, vom Upper East Side Freundeskreis bis hin zur massenmedialen US-amerikanischen Kinoöffentlichkeit.

Indem es filmische Bilder sowie deren Produktions- und Verbreitungszusammenhänge in den Fokus rückt, verbindet das Projekt Perspektiven aus vier Forschungsgebieten: die Tourismusgeschichte, die Wissens-/Wissenschaftsgeschichte bzw. Geschichte der Wissenschaftspopularisierung von Geographie und Ethnologie, die Amateurfilmforschung sowie die feministische Filmtheorie.