Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/18

BASISKURS
On the Move: Migration im 19. Jahrhundert
Mittwoch, 15.00 - 18.00 Uhr, Raum: K 402
Prüfungsform: RE + KL + HA

Nicht erst mit den Debatten über die sogenannte „Flüchtlingskrise“ ist das Thema Migration rele­vant geworden. Als menschliches und soziales Phänomen durchzieht es unsere Geschichte und ist deswegen auch ein zentraler Aspekt der (global-) historischen Wissenschaft.

Im Zuge der Globalisierung des 19. Jahrhunderts entwickelten bekannte Aus- und Einwanderbe­wegungen ganz neue Dimensionen, die im Proseminar aus globalgeschichtlicher Perspektive be­leuchtet werden. Um die verschiedenen Formen von Migration besser verstehen und analysieren zu können, werden folgende Fragen im Fokus stehen: Aus welchen Motiven setzten sich Männer und Frauen in Bewegung? Wie reagieren Menschen auf Migrations- und Fremdheitserfahrungen? Wie verändern sich aufnehmende und zurückbleibende Gesellschaften?

Im Zentrum des Basiskurses steht die Arbeit mit unterschiedlichen Quellen. Außerdem soll der Um­gang verschiedener Formen der wissenschaftlichen Literatur eingeübt und Studierende an grundle­gende Arbeitstechniken der Geschichtswissenschaft herangeführt werden.

Literatur:
Jochen Oltmer: Migration vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, Berlin 2016.

 

ÜBUNG (Theorie und Methode)
Biographien in den Geschichtswissenschaften
Donnerstag, 8.00 - 10.00 Uhr, Raum: K 201
Prüfungsform: RE

Lange Zeit galten in Deutschland, anders als beispielsweise in den USA, Biographien unter Historikern als akademischer Selbstmord. Dies hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Fast alle Ansätze und Teildisziplinen der Geschichtswissenschaften von den Gender Studies über die Wissenschafts- und Technikgeschichte bis hin zur Geschichte sozialer Bewegungen haben das Genre wieder für sich entdeckt. Diese Renaissance ist sowohl der Rückkehr des menschlichen Akteurs, als auch dem innovativen und kreativen Potential der Biographie geschuldet, dass durch seine Nähe zu anderen Disziplinen wie der Literatur offen ist für neue, narrative Strukturen und Herangehensweisen.

Innerhalb der Übung sollen die Entwicklung der Biographie in der Geschichtswissenschaft sowie ihre verschiedenen Formen exemplarisch behandelt werden. Daneben sollen die methodischen und konzeptionellen Probleme, aber auch Möglichkeiten des biographischen Arbeitens im Zentrum stehen.

Literatur:
Thomas Etzemüller: Biographien?: Lesen – Erforschen – Erzählen, Frankfurt 2012.

Anmeldung per E-Mail unter: 19JH@lrz.uni-muenchen.de