Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2017/18

VORLESUNG
Mobilität und Kommunikation in der Geschichte der Moderne
Montag, 12.00 - 14.00 Uhr, Raum: M 014
Prüfungsform: KL

Unsere moderne Gesellschaft ist grundlegend von transregionaler Mobilität und Kommunikation geprägt wird. Die damit verbundenen Praktiken gehören für uns zum Alltag. Die digitale Kommunikation ist hier ebenso zu nennen, wie das tägliche Pendeln, die Fernbeziehung, die exotische Urlaubsreise oder natürlich die unfreiwillige Migration im Zusammenhang mit Krieg und Vertreibung. All diese Praktiken formen unsere Gesellschaft mit, bereichern sie oder fordern sie heraus. Themen aus dem Bereich der Mobilität und Kommunikation gehören in den Feuilletons zu den am kontroversesten diskutierten – und zwar nicht nur im Zusammenhang mit der so genannten „Flüchtlingskrise“. An kaum einem anderen Thema werden so häufig entweder die Segnungen des technischen Fortschritts oder aber der sprichwörtliche Untergang des Abendlandes beschworen. Was in den meisten Diskussionsbeiträgen aber fehlt, ist die historische Tiefenschärfe. Neue Kommunikations- und Transporttechnologien und die damit verbundenen kulturellen Praktiken haben seit jeher einen prägenden Einfluss auf ihre Trägergesellschaften und insbesondere auf deren Vernetzung mit der Welt. In dieser Vorlesung werden wir sowohl der technologischen Entwicklung von Mobilität und Kommunikation seit dem 18. Jahrhundert (inkl. gelegentlicher Rückgriffe), vor allem aber den damit verbundenen soziokulturellen Praktiken und ihrer historischen Bedeutung nachspüren.

> Weiterführende Literatur (u.a. zur Klausurvorbereitung)

 

VERTIEFUNGSKURS
Zur Geschichte der Globalisierung im 19. Jahrhundert
Montag, 15.00 - 18.00 Uhr; Raum: K 226
Prüfungsform: RE + KL + HA

Der Begriff Globalisierung ist in der öffentlichen Debatte nach wie vor allgegenwärtig. Wurde er lange Zeit hauptsächlich zur Beschreibung von wirtschaftlichen Zusammenhängen genutzt und zielte damit hauptsächlich auf die überregionale Integration von Märkten, so findet der Begriff mittlerweile auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen (z.B. Recht, Kultur) Anwendung. Seine Konturen bleiben aber häufig unklar. In dieser Lehrveranstaltung wollen wir der versuchen, der häufig als gegenwärtiges Phänomen gedachten Globalisierung eine historische Dimension zu verleihen. Was ist eigentlich Globalisierung? Was sollen wir darunter verstehen und was kennzeichnet diesen Prozess? Können wir ausgehend von einer solchen Definition ähnliche Entwicklungen in früheren Jahrhunderten (speziell im 18. und 19. Jahrhundert) finden und wie haben sich diese sozioökonomisch niedergeschlagen? Das sind die Leitfragen dieses Kurses, an denen sich die Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer orientieren sollen.

Literatur:
Jürgen Osterhammel/Niels P. Pettersson: Geschichte der Globalisierung. Dimensionen, Prozesse, Epochen, München 2007 (= C.H. Beck Wissen), S. 7-27.
Kevin H. O’Rourke/Jeffrey G. Williamson: When did Globalisation begin?, in: European Review of Economic History 6 (2002), S. 23-50.
Dennis O. Flynn/Arturo Giráldez: Path dependence, time lags and the birth of globalisation. A critique of O’Rourke and Williamson, in: European Review of Economic History 8 (2004), S. 81-108.
Kevin H. O’Rourke/Jeffrey G. Williamson: Once more. When did Globalization begin?, in: European Review of Economic History 8 (2004), S. 109-117.
Dennis O. Flynn/Arturo Giráldez: Born again. Globalization’s Sixteenth Century Origins, in: Pacific Economic Review 13 (2008), 3, S. 359-387.

Anmeldung per E-Mail unter: 19JH@lrz.uni-muenchen.de

 

ÜBUNG (Theorie und Methode)
Was heißt und zu welchem Ende studiert man Globalgeschichte?
Dienstag, 12.00 - 14.00 Uhr, Raum: K 402
Prüfungsform: RE

Die Globalgeschichte hat sich mittlerweile fest im subdisziplinären Ensemble der Geschichtswissenschaften etabliert. Sie fragt vor allem nach überregionalen Verbindungen und Austauschprozessen und deren Bedeutung für das Denken und Handeln von historischen Akteuren. In dieser Übung werden wir uns erstens anhand zentraler Texte mit den verschiedensten Ansätzen zur theoretisch-methodischen Konzeptualisierung dieses noch relativ jungen Feldes beschäftigen. Zweitens werden wir auch versuchen, diese Ansätze an konkreten Fallbeispielen analytisch fruchtbar anzuwenden.

Literatur:
Sebastian Conrad: What is Global History? Princeton: Princeton University Press 2016.
Roland Wenzlhuemer: Globalgeschichte schreiben. Das Feld in 6 Episoden. UTB: Konstanz 2017.

Anmeldung per E-Mail unter: 19JH@lrz.uni-muenchen.de

 

OBERSEMINAR
Donnerstag, 18.00 - 20.00 Uhr, Raum: K 201

Das Forschungskolloquium richtet sich an Studierende und Promovierende, die ihre Abschlussarbeiten im Bereich der Neueren und Neuesten Geschichte oder der Globalgeschichte verfassen. Es dient als Forum zur Vorstellung und Diskussion laufender Forschungsarbeiten aus diesen Feldern.

Anmeldung per E-Mail unter: 19JH@lrz.uni-muenchen.de