Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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PD Dr. Daniel Hedinger

PD Dr. Daniel Hedinger

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
LMU Research Fellowship des Center for Advanced Studies

Kontakt

Postanschrift:
Historisches Seminar der LMU
Abteilung Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Raum: 317
Telefon: +49 (0) 89 / 2180 - 5569
Fax: +49 (0) 89 / 2180 - 5667

Kurzvita

  • Seit 2017 Gastwissenschaftler am DHI in Rom
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Ludwig- Maximilians-Universität / LMU Research Fellowship (Center for Advanced Studies)
  • April-Sept. 2014 Vertretungsprofessur an der Humboldt Universität zu Berlin für Asien- und Afrikawissenschaften
  • 2012/2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin, Arbeitsbereich Globalgeschichte (Prof. Sebastian Conrad)
  • 2011/12 Fellow am FRIAS (Freiburg Institute for Advanced Studies) der Universität Freiburg
  • 2009 Promotion zum Dr. Phil an der Universität Zürich
  • 2005-11 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 2004 Master in Geschichte und Japanologie an der Universität Zürich
  • 2000 Bachelor in Japanologie am Institut national des langues et civilisations orientales (Paris)

Interessens- und Arbeitsschwerpunkte

  • Zweiter Weltkrieg: Geschichte des Nationalsozialismus und des italienischen Faschismus in transnationaler Perspektive
  • Geschichte Japans und Ostasiens im 19. und 20. Jahrhundert
  • Globalgeschichte und transnationale Geschichte
  • Imperial and colonial history
  • Faschismustheorie
  • Ausstellungs- und Museumsforschung
  • Rechtsgeschichte

Projekt

Der Traum von einer neuen Weltordnung: Die Achse Tokio - Rom - Berlin 1931-1942

Dieses Projekt fragt nach der geteilten Geschichte von Japan, Italien und Deutschland in der Zeit zwischen dem sogenannten „Mandschurei-Zwischenfall“ und dem Jahr 1942, als die Achse vermeintlich kurz vor der Realisierung ihres gemeinsamen Traums von einer neuer Weltordnung stand. Eine Geschichte der Achse Tokio – Rom – Berlin, die alle drei Partner gleichberechtigt behandelt, außereuropäische Ursprünge des Zweiten Weltkriegs miteinbezieht und globale Verflechtungen ernst nimmt, gilt es noch zu schreiben. Aus zwei Gründen ist dies bisher nicht geschehen: Einerseits dominieren nationale Zugänge die Geschichtsschreibung zum Weltkrieg. Eine Konsequenz davon ist, dass der Krieg und seine Ursprünge in Europa und Asien nur selten miteinander in Beziehung gesetzt werden. Andererseits hat die einschlägige Literatur die Achse kleingeschrieben und ihre Funktionstüchtigkeit in Frage gestellt, indem sie ihre inneren Widersprüche, ihr Scheitern und ihr Versagen in den Vordergrund rückte.

So gesehen verfolgt das Projekt drei Ziele: Erstens wird durch den Einbezug von Archivmaterialien aus allen drei Ländern eine nicht-eurozentrierte Sichtweise auf die Allianz entwickelt. Zweitens beabsichtigt das Projekt, einen innovativen Beitrag zu einer Globalgeschichte der 1930er und frühen 1940er Jahre zu leisten, insbesondere indem es Vorstellungen von einer neuen Weltordnung und ihre geopolitischen und räumlichen Implikationen thematisiert. Drittens soll durch eine Schwerpunktsetzung auf Transfers die Frage nach Ideologie für das Zustandekommen des Bündnisses noch einmal aufgeworfen werden. In diesem Zusammenhang sind durch eine kulturgeschichtliche Erweiterung Impulse für die herkömmliche Politik- und Diplomatiegeschichte zu erwarten.

 


Publikationen