Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Magnus Altschäfl, M.A.

Magnus Altschäfl, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt "Kooperation und Konkurrenz in den Wissenschaften"

Kontakt

Postanschrift:
Historisches Seminar der LMU
Abteilung Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Besucheranschrift:
Historisches Seminar
Schellingstr. 12

Raum: 522
Telefon: +49 (0) 89 / 2180 - 5462
Fax: +49 (0) 89 / 2180 - 2862

Website: Kooperation und Konkurrenz in den Wissenschaften

Weitere Informationen

Kurzvita:

  • 03/2018:
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
  • 02/2018:
    Master of Arts der LMU München mit der Arbeit: "Vom Seuchenherd zum Medizinstandort – Stadt und Wissenschaft in der Bay Area"
  • 10/2015–02/2018:
    Masterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte an der LMU München und der UC Berkeley
  • 03/2016–12/2017:
    Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 04/2013–02/2018:
    Stud. und wiss. Hilfskraft am Lehrstuhl für Zeitgeschichte
  • 02/2015–09/2016:
    Stud. und wiss. Hilfskraft am Lehrstuhl für Russland-Asien-Studien
  • 10/2012–09/2015:
    Bachelorstudium der Geschichte und Politikwissenschaft an der LMU München

Veröffentlichungen:

Tagungsbericht: Photographing Asia. Russia’s Images of the Orient in the 19th and 20th Centuries, 16.09.15–18.09.15, in: H-Soz-Kult, 05.04.16.

 

Laufende Forschung (Dissertation):

Kooperation und Konkurrenz vor Ort. Die Herausbildung des Standorts München-Martinsried als Zentrum von Lebenswissenschaft und Biotechnologie

Die Life Sciences sind spätestens seit ihrem Aufstieg zur neuen Leitwissenschaft epistemisch eng auf Kooperation angewiesen, markieren jedoch zugleich ein international hochkompetitives, stark ökonomisch bestimmtes Forschungsfeld. Das Projekt untersucht Martinsried bei München als Wissenschaftsstandort, an dem sich die globale Vernetzung lokaler lebenswissenschaftlicher Forschung gleichsam vor Ort materialisiert(e). In Martinsried, so die These, schlugen sich seit seiner Gründung vielfältige Kooperations- und Konkurrenzverhältnisse nieder, die sich miteinander verknüpften, verdichteten und institutionalisierten. Durch die Verbindung wissenschaftlicher mit politischen und ökonomischen Zielsetzungen entwickelten sie eine spezifische Dynamik und veränderten sich signifikant im Zeitverlauf.

Das Projekt geht von der Beobachtung aus, dass die biowissenschaftliche Wissensproduktion immer weniger innerhalb etablierter Disziplinen und Institutionen, sondern zunehmend in interaktiven Netzwerken erfolgte.

Es untersucht ein komplexes Gefüge sich durchdringender und dynamisch verändernder Konkurrenz- und Kooperationsbeziehungen: innerhalb einer wissenschaftlichen Disziplin bzw. zwischen wissenschaftlichen Disziplinen jeweils in ihren nationalen wie internationalen Bezügen; zwischen verschiedenen Typen organisierter Forschung (universitäre, außeruniversitäre, Industrieforschung); zwischen Forschung, chemischer (Groß-)Industrie und weltweit konkurrierenden Biotech-Firmen; zwischen regionaler, nationaler, EG/EU- und internationaler politischer Ebene. Im Zeitverlauf verschob sich das Verhältnis von öffentlich finanzierter und privat genutzter Forschung; die scientific persona des Grundlagenforschers wandelte sich zum Wissenschaftler-Unternehmer. Welche epistemischen Rückwirkungen dies nach sich zog, wie sich die moral economy der Wissenschaftler veränderte, bildet den argumentativen Fluchtpunkt des Vorhabens.