Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Anna Greithanner, M.A.

Anna Greithanner, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Politische Gewalt in der Bundesrepublik“,
Teilprojekt „Die Revolutionären Zellen und die Rote Zora“

Kontakt

Postanschrift:
Historisches Seminar der LMU
Abteilung Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Besucheranschrift:
Edmund-Rumpler-Straße 13
80939 München

Raum: B 157
Telefon: 089/218072018
Fax: 089/2180-2862

Weitere Informationen

Kurzvita:

Seit 07/2019:
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

04/2019 – 06/2019:
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Dokumentation Obersalzberg am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin

05/2017– 03/2019:
Wissenschaftliche Hilfskraft der Dokumentation Obersalzberg am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin

05/2017:
Master of Arts der LMU München mit der Arbeit: "Von ‚sozialistischer Therapie‘ und ‚therapeutischer Tat‘. Zur Praxis der Psychiatriekritik in Heidelberg 1970/71“

10/2015–05/2017:
Masterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte an der LMU München

09/2012–04/2017:
Studentische und Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin

06/2015:

Bachelor of Arts der LMU München mit der Arbeit: „Die Funktion des Schreibens für Ulrike Meinhof“

10/2012–09/2015:
Bachelorstudium der Geschichte und Politikwissenschaft an der LMU München

Veröffentlichungen:

  • Erwartete Enttäuschungen? Das Sozialistische Patientenkollektiv Heidelberg (SPK) auf der Suche nach Förderung und Unterstützung. In: Bernhard Gotto (Hg.): Enttäuschung im 20. Jahrhundert, i.V.
  • Mitarbeit bei: Volker Dahm u.a. (Hg.): Die tödliche Utopie. Bilder, Texte, Dokumente, Daten zum Dritten Reich. 7. durchgesehene Auflage, München 2016.

Laufende Forschung (Dissertation):

Politische Gewalt in der Bundesrepublik. Die Revolutionären Zellen und die Rote Zora

Mit den Revolutionären Zellen (RZ) widmet sich dieses Dissertationsprojekt einem Netzwerk von Gruppen, das sich in den 1970er Jahren formierte und bis in die 1990er Jahre aktiv war. Die RZ verübten zahlreiche Brand- und Sprengstoffanschläge und beteiligten sich an der Flugzeugentführung nach Entebbe 1976 und dem Überfall auf die OPEC-Konferenz in Wien im Jahr zuvor. Eine Besonderheit war, dass die Frauen mit der Roten Zora eine eigenständig agierende, feministische Gruppe gründeten. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine gendersensible Geschichte dieser politischen Gruppierungen zu schreiben.

Im Mittelpunkt der Analyse stehen die Modi politischer Gewalt, die es hinsichtlich ihrer situativen Dynamiken und Intentionen zu differenzieren gilt. Die politischen Überzeugungen, Erfahrungen und Ziele der Mitglieder sind dabei von zentraler Bedeutung für die Charakterisierung der Gewalthandlungen. Die Gewaltpraxis wird in Relation zur Herstellung, Hierarchisierung, Erhaltung und Erosion von Gemeinschaft untersucht, um so Radikalisierungs-, aber auch Deradikalisierungsprozesse erklären zu können. Die praxeologisch ausgerichtete Studie widmet sich Vergemeinschaftungsprozessen, die in persönlichen Beziehungen (Mikroebene), innerhalb der Gruppen (Mesoebene) und auf der Makroebene des radikalen Milieus analysiert werden.