Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Marlis Lapazinski erhält für ihre Dissertation den Hochschulpreis der Landeshauptstadt München 2026

Bürgermeisterin Verena Dietl verlieh den Preis am 14. Juli in der Ratstrinkstube des Münchner Rathauses

22.07.2026

„Die Ernährung der ‚Hauptstadt der Bewegung’. Lebensmittelversorgung und Stadtgesellschaft im nationalsozialistischen München im Zweiten Weltkrieg” – so lautet der Titel der Dissertation von Marlis Lapazinski, für die sie mit dem Hochschulpreis der Landeshauptstadt ausgezeichnet wurde. Die Arbeit entstand im Rahmen des von der Landeshauptstadt München geförderten Langzeitprojekts „Die Münchner Stadtverwaltung im Nationalsozialismus”, das der Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte unter der Leitung von Margit Szöllösi-Janze seit 2009 in Kooperation mit dem Stadtarchiv durchführt hat.

Die Studie erschließt über eine Vielfalt an Aspekten das Ernährungsregime an der sogenannten „Heimatfront”. Im Krieg gewannen die Kommunen für die Funktionsfähigkeit und Stabilität der NS-Diktatur noch einmal an Bedeutung. Zwangsbewirtschaftung und Lebensmittelrationierungen stellten für Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft einen gewaltigen Umbruch dar. Im Fokus stehen das zu Kriegsbeginn geschaffene städtische Ernährungsamt sowie der Schlacht- und Viehhof und die Großmarkthalle als grundlegende Infrastrukturen der Lebensmittelversorgung. Dabei geraten die zahlreichen Wechselwirkungen zwischen Stadt, Staat und Münchner Bevölkerung in den Blick.

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Bürgermeisterin Verena Dietl und Marlis Lapazinski bei der Verleihung des Hochschulpreises am 14. Juli 2026.

Bildnachweis: LH München

Marlis Lapazinski war am Historischen Seminar als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt „Die Ernährung der Stadt München 1933 bis 1945” des Projekts „Die Münchner Stadtverwaltung im NS” beschäftigt.