Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Aktuelle Lehrveranstaltungen

Ausführliche Informationen zu allen Lehrveranstaltungen finden Sie im LSF-Veranstaltungsverzeichnis der LMU.

Basiskurs: Der Amerikanische Bürgerkrieg

Im Jahre 2017 führte die Entfernung eines Reiterstandbilds des Konföderiertengenerals Robert E.Lee in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia zu Ausschreitungen mit einer Toten und mehreren Verletzten. Wie dieser Vorfall zeigt, prägt der amerikanische Bürgerkrieg das Land bis heute.
Von 1861 bis 1865 bekämpften sich die in der Konföderation vereinigten Südstaaten und die in der Union verbliebenen Nordstaaten. Der Krieg kostete mehr als 600 000 Menschen das Leben und beeinflusste die weitere Entwicklung der USA nachhaltig. Der Kurs bietet eine kultur- und alltagsgeschichtlich geprägte Einführung, die das Erleben und die Wahrnehmung der Menschen (Männer und Frauen, Schwarzen und Weißen) aus dem Süden und dem Norden in den Mittelpunkt stellt.
Angesichts der Bedeutung des Bürgerkrieges ist es wenig überraschend, dass er nach wie vor zentrales Thema der Forschung zur amerikanischen Geschichte darstellt, die ständig neue Perspektiven in den Blick nimmt. Der Kurs bietet daher einen ersten Einblick in neue, wichtige Forschungsfelder und Perspektiven der Geschichtswissenschaft, wie die Umwelt- und Emotionsgeschichte oder auch die neuere Militärgeschichte.
Neben dem inhaltlichen Schwerpunkt sollen sowohl die Interpretation unterschiedlicher Quellengattungen, wie Bilder, Zeitungsartikel, Tagebücher oder Briefe, erlernt als auch der Umgang mit Forschungskontroversen eingeübt werden.

Übung: Globale Orte in München

Wer „Globalgeschichte“ hört, denkt wohl eher an eine Weltreise als an eine Stadtführung. Tatsächlich aber lassen sich globalhistorische Verbindungen und Zusammenhänge gerade in ihrer lokalen Manifestation oft gut erkennen und herausarbeiten. Globalgeschichte kann so auch für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden. Das Olympia-Gelände als Ort eines globalen Sportereignisses; die Julia-Statue am Alten Rathaus als Symbol der Städtepartnerschaft mit Verona; die Mariensäule, die nach der Besetzung Münchens durch schwedische Truppen erbaut wurde; die Nymphenburger Menagerie – Vorläufer des Tierparks Hellabrunn – die Johann Baptist Spixs und Carl Friedrich Philipp Martius mit exotischen Tieren von ihrer Anfang des 19. Jahrhunderts durchgeführten Brasilien-Expedition bestückten – dies sind nur einige Beispiele globalhistorisch interessanter Orte in München.
Ziel der Übung ist das praktische Erkunden der Geschichtsvermittlung mittels Stadtführungen sowie die kritische Auseinandersetzung mit Globalgeschichte in ihrer lokalen Manifestation am Beispiel Münchens. Studierende bekommen die Möglichkeit unter Anleitung selbstständig einen globalen Ort zu erschließen und zu dokumentieren. Das Ergebnis soll gegebenenfalls in die bereits bestehende App „Globales München“ eingespeist werden.

Dolmetscher, Schreiber und Gerichtsdiener - Mittler und Vermittler in Deutsch-Kamerun

Dolmetscher, Angestellte, Sicherheitskräfte spielten eine zentrale Rolle in der Durchdringung und Verwaltung der Kolonien. Sie dienten als Mittler und Vermittler zwischen der lokalen Bevölkerung und den Kolonisierern, die häufig weder die Sprache noch die Gesellschaftsordnung, Kultur oder Religion der Einheimischen verstanden. Trotz ihrer herausragenden Bedeutung ist diese Personengruppe noch vergleichsweise wenig erforscht. Die Übung versucht basierend auf bereits existierender Forschungsliteratur und den Quellenbeständen des Bundesarchivs diese Personengruppe am Beispiel der deutschen Kolonien Kamerun in den Blick zu nehmen. Welche Machtoptionen boten sich diesen Menschen? Wer arbeitete überhaupt in der kolonialen Verwaltung? Und vor allem, wie können wir auch angesichts der schwierigen Quellenlage diese Akteure greifbar machen?

Lehrer der Nation: (Global)Geschichte und Öffentlichkeit

Die vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands am 28. September 2018 verabschiedete Resolution zur gegenwärtigen Gefährdungen der Demokratie hat sowohl in der Wissenschaft als auch in der Öffentlichkeit ein breites Echo ausgelöst. Besonders kontrovers diskutiert wurden dabei die Passagen, die sich auf Prozesse der Globalisierung - und hier insbesondere der Migration - bezogen. Die Übung nimmt dies zum Anlass, um über die Rolle von (Global) Historikern und Historikerinnen im akademischen sowie im öffentlichen medialen Diskurs zu reflektieren.

Master-Lektürekurs "Globalgeschichte"

Innerhalb des Kurses sollen exemplarische Texte zu zentralen Themen und Ansätzen der Globalgeschichte vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Die Auswahl legen wir nach Interessenslage im Plenum fest.