Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Aktuelle Lehrveranstaltungen

Ausführliche Informationen zu allen Lehrveranstaltungen finden Sie im LSF-Veranstaltungsverzeichnis der LMU.

Vorlesung: Einführung in die Geschichte des British Empire

Zu Zeiten seiner größten Ausdehnung Anfang des 20. Jahrhunderts umfasste das Britische Weltreich gut ein Viertel der Erdoberfläche und stellte etwa denselben Anteil an der Weltbevölkerung. Es ist daher kaum erstaunlich, dass Kultur und Gesellschaft weiter Teile der Welt stark britisch geprägt wurden. Die Verbreitung der englischen Sprache als globale lingua franca ist hier nur die sichtbarste von vielen bis in die Gegenwart anhaltenden Auswirkungen. Ebenso ist der Globalisierungsschub des 19. Jahrhunderts zu einem großen Teil eine Folge der Umsetzung britischer imperialer Interessen und kann nur in deren Lichte verstanden werden. Großbritannien prägte durch sein Imperium aber nicht nur die Welt entscheidend mit, es wurde selbst auch gesellschaftlich, kulturell und politisch durch seine Kolonien transformiert. Das wurde spätestens im Zeitalter der Dekolonialisierung ganz klar sichtbar. Diese Vorlesung verfolgt die Geschichte des British Empire von seinem Wurzeln in der Elisabethanischen Zeit über den Hochimperialismus des späten 19. Jahrhunderts bis zur Dekolonisierung im 20. Jahrhundert und wird versuchen, die wichtigsten

Aufbaukurs: (Welt)verschwörung! Verschwörungstheorien und Geschichte und Geschichtswissenschaft

Verschwörungstheorien haben Konjunktur. Wie kaum ein anderes Ereignis der letzten Jahrzehnte hat der Angriff auf das World Trade Center im Jahr 2001 die Kreativität der Verschwörungsgläubigen beflügelt. Aber auch wenn sich eine junge Klimaaktivistin auf ihrem Weg nicht beirren lässt oder die Täter des NSU jahrelang nahezu unbehelligt operieren konnten, liegt die Vermutung, es müsse sich um eine Verschwörung handeln, für viele nahe. Denn nur so können die vielen Unwahrscheinlichkeiten, die vielen nicht ins vorgefertigte Bild passenden Informationen, widerspruchsfrei interpretiert werden.
Verschwörungstheorien sind also zu allererst der Versuch etwas zu verstehen, das in seiner Komplexität nur schwer zu verstehen ist. Sie spiegeln den Glauben an eine wohlgeordnete Welt wider. Verschwörungstheorien erlauben uns daher einen Blick auf die Weltsicht derer, die an sie glauben. Zugleich aber werden in ihnen auch die Defizite der offiziellen, mehrheitsfähigen Erklärungen für bestimmte Ereignisse sichtbar. Was ist es, das Verschwörungstheoretikern hier fehlt? Warum greifen für sie unsere Erklärungsmuster viel zu kurz? Und welche Weltsicht verbirgt sich eigentlich hinter diesen unseren Erklärungen?
Eine kritische Auseinandersetzung mit dem philosophischen und historischen Erklärungspotential von Verschwörungstheorien kann helfen, diese Fragen zu beantworten. In diesem Seminar werden wir daher anhand ausgewählter historischer Beispiele untersuchen, welche Berechtigung Verschwörungstheorien aus philosophischer Sicht haben und welche Bedeutung (und damit auch Wirkmächtigkeit) ihnen hinsichtlich der Erklärung historischer Sachverhalte zukommt.

Übung: Meisterklasse Globalgeschichte

Die Globalgeschichte beschäftigt sich unter anderem mit Wechselwirkungen, Mobilität und Beziehungen in und zwischen verschiedenen Teilen der Welt. Diese Perspektive hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zu einer Dynamisierung der Geschichtswissenschaft beigetragen. Gleichzeitig wird die Globalgeschichte mittlerweile von (zu?) hohen Erwartungen belastet. Ihre Praxis ist sehr voraussetzungsreich.
Diese Übung bietet nicht nur Raum für die gemeinsame Lektüre und Diskussion neuerer Texte zur Programmatik und Arbeitsweise der Globalgeschichte - sie eröffnet auch die Gelegenheit zur Diskussion mit ausgewählten Autor*innen.
Die Übung wird gemeinsam mit Stefanie Gänger vom Historischen Seminar der Universität Heidelberg angeboten angeboten. Fünf Sitzungen finden als ganztägige Blockveranstaltung am 14. Mai 2020 an der LMU München statt, in Form eines Autorenworkshops mit David Motadel (LSE), Martin Dusinberre (Universität Zürich) und den Lehrveranstaltungsleiter*innen

Oberseminar: Aktuelle Forschungen zur Neuesten Geschichte und Globalgeschichte

Das Forschungskolloquium richtet sich an Studierende und Promovierende, die ihre Abschlussarbeiten im Bereich der Neueren und Neuesten Geschichte oder der Globalgeschichte verfassen. Es dient als Forum zur Vorstellung und Diskussion laufender Forschungsarbeiten aus diesen Feldern.