Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
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Dr. Manuel Mork

Dr. Manuel Mork

Akademischer Rat a. Z.

Kontakt

Postanschrift:

Ludwig-Maximilians-Universität München
Historisches Seminar
Lehrstuhl Patel
Postfach 105
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Raum: K 133
Telefon: +49 (0) 89 / 2180 - 5583

Sprechstunde:
dienstags von 10-12 Uhr (per Voranmeldung via E-Mail: manuel.mork@lmu.de, optional digital oder Präsenz).

English Version

Kurzvita


Download des ausführlichen Curriculum Vitae


Manuel Mork ist seit Oktober 2024 Akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München. 

In Forschung und Lehre beschäftigt er sich unter anderem mit kultur-, sozial- und ideengeschichtlichen Perspektiven auf die neuere und neuste Geschichte Europas. Besondere Interessen liegen hierbei auf den Themen Alltag, Ideologie, Propaganda, Faschismus, Nationalsozialismus, europäische Arbeiterbewegung, Internationalismus und Theorie der Geschichtswissenschaft.

  • Seit Oktober 2024: Akademischer Rat a.Z. an der LMU-München
  • 2024: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ) im Projekt zur Geschichte Mindelheims im Nationalsozialismus
  • 2022 - 2024: Cotutelle-Promotion an der LMU München und an der ENS Paris-Saclay
  • 2021 - 2022: Gastwissenschaftler und Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts in Paris sowie des DAAD
  • 2019 - 2024: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt "Informal Communication and Information "From Below" in Nazi Europe" am IfZ München
  • 2016 - 2018: Master of Arts in Geschichte an der LMU München und Università di Bologna (Erasmus)

Post-Doc Projekt:

„Das deutsche Pharmakon. Arznei, Abhängigkeit und Politik im Deutschen Kaiserreich und der frühen Weimarer Republik (1860-1925).“

Die Untersuchung der Produktion und Verbreitung bestimmter Arznei- und Suchtmittel (Morphium, Kokain, Heroin etc.) eröffnet neuartige gesellschafts-, wissens- und globalhistorische Perspektiven auf die deutsche Geschichte um die Jahrhundertwende. Das Projekt untersucht, wie Menschen im Kaiserreich und in der frühen Weimarer Republik an diese Stoffe gelangten, welches Verständnis der Medizin und der Psychiatrie sich darin äußerte und wie sich das Verhältnis zwischen der deutschen Pharmaindustrie und der politischen Führungsebene des Reiches gestaltete. Außerdem lässt sich fragen, wie die außerhalb Europas gewonnenen Rohstoffe (z.B. Rohopium) überhaupt nach Leverkusen (Bayer) und Darmstadt (Merck) gelangten, warum ausgerechnet das Deutsche Kaiserreich zum Weltmarktführer süchtig-machender Arzneien avancierte und welche Rolle der Erste Weltkrieg in der massenhaften Verbreitung dieser Medikamente - heute: Drogen - spielte. Auf der Grundlage von Unternehmensarchiven, staatlichen Akten der Gesundheitsbehörden, Patientenakten aus Sanatorien und Heilanstalten sowie zeitgenössischen, medizinischen Publikationen verspricht eine Drogengeschichte des Kaiserreichs also eine Neuerzählung über das Verhältnis von Mensch und Wissenschaft, Staat und Wirtschaft und über die Nation in ihren globalen Verflechtungen zu ermöglichen.

Dissertationsprojekt (abgeschlossen):

„An Occupied Public. Wartime Propaganda, Informal Communication and Public Protest in France 1940-44.“

Die Informationslage im besetzten Frankreich zwischen 1940 und 1944 war geprägt durch deutsche Zensur, die Propagandabemühungen unterschiedlichster Lager und ein grundsätzliches Misstrauen der Bevölkerung gegenüber offizieller Berichterstattung bei gleichzeitiger, kriegsbedingter Steigerung des Informationsbedürfnisses. Auf der Grundlage dieses gesellschaftlichen Nährbodens florierten politische Gerüchte, Weissagungen, Witze und sonstige Erzählungen eher informeller Natur. Wie aber reagierte die deutsche Militärverwaltung auf diese Kommunikations-praktiken? Und was verraten uns diese populären Narrative über die kollektive Vorstellungswelt der Französinnen und Franzosen während des Krieges? Diesen und verwandten Fragen ging Manuel Mork in seinem im Oktober 2019 begonnenen Dissertationsvorhaben nach. Dabei wurden deutsche und französische Archivbestände
(Stimmungsberichte, Polizeiunterlagen, Akten der deutschen Propagandaabteilung, Gerichtsakten) mit Tagebüchern und Presseerzeugnissen aus der Besatzungszeit kontrastiert, um ein möglichst vollständiges Bild der Kommunikationsprozesse und -bedingungen innerhalb der französischen Besatzungsgesellschaft zu zeichnen.

Zusammenfassung der Doktorarbeit

Publikationen (Auswahl)

Monographie: 

  •  An Occupied Public: Everyday Life, Communication, and Wartime Propaganda in France (1940-44) (Cambridge:  Cambridge University Press) (angenommen zur Publikation, voraussichtlich 2027).

Aufsätze:

  • Entre silence et bruits : médias et rumeurs dans la « zone interdite » (1940-42), in: Vincent Marie-Bénédicte (Hrsg.): Les “zones interdites” en France sous l'Occupation allemande 1940-1945, (Champ Vallon: Ceyzérieu, 2026), S. 106–120.
  • Besatzungsöffentlichkeit. Die Propaganda-Abteilung Frankreich, Pressezensur und Stimmungserhebungen unter deutscher Besatzung zwischen 1940 und 1944, in: Themenportal Europäische Geschichte (2026), https://www.europa.clio-online.de/essay/id/fdae-154990 .*
  • An Occupied Public: Rumours, Graffiti, Prophecies and other Forms of Informal Communication in France (1940-44), in: Benno Nietzel, Norman Dormeier (Hrsg.), „Und morgen die ganze Welt.“ Nationalsozialismus und internationale Öffentlichkeit (Campus: Frankfurt, 2025), S. 175–190.

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