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Lili Li, M.A.

Lili Li, M.A.

Doktorandin LMU-CSC Programm

Lili Li ist seit 2020 Doktorandin an der LMU, sie promoviert bei Prof. Dr. Kiran Klaus Patel. Ihre Dissertation befasst sich mit den bundesdeutsch-chinesischen Beziehungen in der Ära Helmut Schmidt und Helmut Kohl. Nach dem Abschluss ihres Grundstudiums in Germanistik und Finanzwissenschaft an der Südwest-Universität in China hat sie 2019 den Masterabschluss an der Universität des Saarlandes, der Universität Luxembourg und der Université de Lorraine erworben.

  • Seit Oktober 2020: Promotionsstudentin, Neuere und Neuste Geschichte, LMU München (Stipendiatin im LMU-CSC Program)
  • September 2017 - Novembver 2019: Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums, Universität des Saarlandes, Universität Luxembourg und Université de Lorraine
  • Juli 2014 - August 2014: Sommeraustausch an der Universität Leipzig
  • September 2013 - Juni 2017: German Studies und Finanzwissenschaft, Southwest-Universität, Chongqing, China

Forschungsreisen

  • April 2022: Tagung "Souveränität: Konzept und Schlagwort im Wandel, Frankreich und Deutschland, 14.-21. Jahrhundert", Deutsches Historisches Institut (DHIP/IHA), Paris (Stipendiatin)

 

 

Projektbeschreibung

Ein Schlüsselkapitel der deutsch-chinesischen Beziehungen: politische und wirtschaftliche Verbindungen 1974-1989

Die Entscheidung, diplomatische Beziehungen zwischen China und der Bundesrepublik Deutschland zu knüpfen, wurde nach bisherigen Erkenntnissen aus strategischen Gründen getroffen. Doch während der 1970er und 1980er Jahre veränderte sich die strategische Bedeutung Chinas als Bestandteil der westdeutschen Außenpolitik dramatisch. Angesichts der wahrgenommenen sowjetischen Bedrohung und des US-amerikanischen Drucks musste die Bundesregierung im Umgang mit der strategischen Bedeutung Chinas Vorsicht walten lassen. Im Gegensatz zu den politischen Strategien waren die Handlungen der Unternehmen und Wirtschaftsakteure eher unauffälliger und erregten nicht viel sowjetische Aufmerksamkeit. Umso wichtiger waren ihre Bemühungen um die wirtschaftliche Zusammenarbeit, die den Grundstein für die heutigen bilateralen Beziehungen gelegt haben. Von diesen wirtschaftlichen Akteuren unterhielten einige bereits vor der Aufnahme diplomatischer Beziehungen wirtschaftliche Verbindungen zu China. Diese intensivierten sich in den 1970er und 1980er Jahren weiter, somit war diese zwanzigjährige Periode eine Schlüsselphase für die heutigen engen Wirtschaftsbeziehungen. Durch die Untersuchung der engen Interaktion, der Zusammenarbeit, der Widersprüche und der historischen Zufälle bei den politischen und wirtschaftlichen Kontakten mit China stellt dieses Projekt, die Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen von 1970 bis 1989 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges dar und liefert einen historischen Kontext für das Verständnis der heutigen deutsch-chinesischen Beziehungen.

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